
Arnaud Arbet ist ein hochgeschätzter Dirigent in Europa und darüber hinaus, der insbesondere für das moderne und zeitgenössische Repertoire sowie für die Oper sehr gefragt ist.
Er wird regelmäßig von renommierten Institutionen eingeladen, darunter die Kölner Oper (Die Eroberung von Mexico von Rihm, Die Soldaten von Zimmermann – als Co-Dirigent, Mare Nostrum von Kagel, La Scuola de’ Gelosi von Salieri sowie Carmen von Bizet), das Festival Milano Musica (Konzert an der Mailänder Scala), die Norrlandsoperan in Umeå (Hoffmanns Erzählungen, übertragen im schwedischen nationalen Fernsehen) sowie die Nationaloper Bukarest (Le Nozze di Figaro von Mozart).
Beim Internationalen George-Enescu-Festival dirigierte er mit dem George-Enescu-Philharmonieorchester Bukarest zwei rumänische Erstaufführungen: Le Grand Macabre von Ligeti und Fin de partie von Kurtág.
Als Gründer des Ensembles Le Seuil Musical widmet sich Arnaud Arbet den ästhetischen Strömungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie den vielfältigen künstlerischen „Schwellen“, die diese Epoche prägten. Das Ensemble tritt sowohl in Frankreich als auch international auf.
Parallel zu seiner Tätigkeit als Dirigent ist Arnaud Arbet auch als Komponist aktiv.
Seine Laufbahn begann er als Korrepetitor am Atelier Lyrique der Pariser Nationaloper, bevor er musikalischer Assistent am Teatro Real in Madrid wurde. Anschließend wurde er von zahlreichen Opernhäusern und Festivals eingeladen, wo er mit Pierre Boulez, Semyon Bychkov, Sylvain Cambreling, Ingo Metzmacher, Seiji Ozawa, Alejo Pérez und Sir Simon Rattle zusammenarbeitete.
Fünf Jahre lang war Arnaud Arbet zudem Assistent von György Kurtág bei der Komposition der Oper Fin de partie, die 2018 an der Mailänder Scala uraufgeführt wurde. Derzeit schreibt er ein Erinnerungsbuch über diese Zeit.