Biografie

Photo Harald Hoffmann

Der Dirigent und Komponist Arnaud Arbet wurde 1981 geboren und absolvierte zunächst ein Klavierstudium in seiner Heimatstadt Grenoble, später am Conservatoire de Paris und an der Universität der Künste in Berlin.

Von 2007 bis 2009 wirkte er als Solorepetitor am Atelier Lyrique der Pariser Oper in Produktionen mit Dirigenten wie Seiji Ozawa, Semyon Bychkov und Hartmut Haenchen mit. Anschließend begann er auf Einladung von Gerard Mortier am Teatro Real in Madrid eine Tätigkeit als Solorepetitor und Assistent der musikalischen Leitung und arbeitete dort über eine Zeitspanne von drei Jahren mit Ingo Metzmacher, Sylvain Cambreling und Alejo Pérez zusammen. Während dieser Zeit dirigierte er regelmäßig im großen Saal des Theaters Konzerte für ein junges Publikum.

Von 2013 bis 2014 war Arnaud Arbet als Kapellmeister der Robert Schumann-Philharmonie in Chemnitz tätig und dirigierte das Ballett „Dornröschen“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, die Oper „Der Mond“ von Carl Orff sowie diverse Sinfoniekonzerte. Seine Assistenzen führten ihn zu Festivals wie die Salzburger Festspiele oder die Ruhrtriennale sowie an einige der größten Theater- und Opernhäuser Europas, darunter die Opern von Rom, Köln, Amsterdam und Mailand.

Zwischen 2014 und 2018 war Arnaud Arbet vom Teatro alla Scala in Mailand als persönlicher Assistent von György Kurtág für dessen neue Oper „Fin de partie“ engagiert. In enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten führte er das Casting und die musikalische Einstudierung der Sänger durch und war an der Veröffentlichung des Klavierauszugs sowie der Partitur beteiligt.
Wenige Wochen nach der Uraufführung im November 2018 dirigierte Arnaud Arbet ein Konzert mit dem Ensemble Bernasconi an der Mailänder Scala im Rahmen des Festivals „Milano Musica“.

Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet Arnaud Arbet mit der Oper Köln: Dort dirigierte er 2016 sehr erfolgreich „Die Eroberung von Mexico“ von Wolfgang Rihm. Im Jahr 2018 fungierte er als Ko-Dirigent bei „Die Soldaten“ von Bernd Alois Zimmermann unter der Leitung von François-Xavier Roth. In der Spielzeit 2018/19 dirigierte er zur Saisoneröffnung die Produktion „Mare Nostrum“ von Mauricio Kagel, gefolgt von Antonio Salieris « La Scuola de’ Gelosi ». Für die Saison 2019/20 folgte dann eine Produktion von « Carmen » von Georges Bizet. Im Oktober 2020 dirigierte er die Uraufführung von Philipp Maintz’ clamitationes colonienses mit dem Gürzenich Orchester in der Kölner Philharmonie.

Seit 2014 lebt Arnaud Arbet in Berlin. Seine Kompositionen sind beim Vogelreiter Musikverlag in München erschienen.